iPhone 5

iPhone 5

Mit dem iPhone schuf der Applekonzern einen Meilenstein der Mobilfunkgeschichte und prägte den Alltag vieler zahlreicher Menschen in einem bis dato unbekannten Ausmaß. Denn nicht nur die iPhone-Käufer und Besitzer, sondern auch alle anderen Smartphone-Benutzer verdanken den mobilen High-End-Handy-Spaß größtenteils dem kalifornischen Global Player, da das iPhone schlichtweg das erste, voll funktionsfähige Smartphone darstellte und den allgegenwärtigen Smartphone-Hype erst ins Rollen brachte. Seit dem ersten iPhone (2008) sind jedoch einige Jährchen vergangen und das aktuellste Modell, sprich das iPhone 5, lässt sich lediglich noch in gewissen Grundzügen mit dem Alleskönner von damals identifizieren.

Etwas anders sieht es da schon beim Vergleich zwischen dem iPhone 5 und dem iPhone 4 beziehungsweise 4S aus. In welchen Punkten sich die Modelle unterscheiden, und ob sich ein Wechsel tatsächlich lohnt, verraten die folgenden Zeilen.

Design & Handling

Optisch betrachtet wurde das neue iPhone ganz klar aufgewertet. Eine „bruchsichere“ Glasverkleidung, die im Nachhinein für zahlreiche Reklamationen sorgte, sucht man auf der Hinterseite vergebens: Hier thront nun eine hochwertige und stabile Aluminiumplatte, die bei der weißen Ausführung mit einer silbernen und bei der schwarzen Ausführung mit einer grafitfarbenen Lackierung versehen wurde. An den Rändern fehlt nun außerdem der Metallrahmen, welcher beim Vorgänger noch als Sender- und Empfänger für Drahtlosverbindungen diente. Von vorn betrachtet gleicht das iPhone 5 seinem Vorgänger wiederum wie ein Ei dem anderen: Lediglich das Plus an 0,5 Zoll Bildschirmdiagonale lassen das iPhone 5 längentechnisch gesehen größer ausfallen. Mit einer Gerätetiefe von 8 Millimetern und einem Gewicht von 114 Gramm hat die fünfte Generation jedoch deutlich abgespeckt! Optisch und haptisch hat das iPhone 5 also spürbare Verbesserungen erlebt, denn selbst Benutzern mit kleinen Händen bietet das iPhone 5 trotz seines größeren Bildschirms eine durchaus handliche Bedienung.

Neue Hardware

Kommen wir zur Technik: Der bereits erwähnte Bildschirm ist um 0,5 Zoll (1,2 Zentimeter) gewachsen, bietet dank einer gesteigerten Auflösung (1.136 x 640 Pixel) jedoch die gleiche, hochauflösende Qualität wie das Retina-Display des Vorgängers. So liefert auch der neue Bildschirm des iPhone 5 gestochen scharfe Bilder und reagiert dank neuester Touchscreentechnik sehr flott auf Benutzereingaben. Doch an der flotten Reaktionszeit hat wohl nicht nur der Bildschirm „Schuld“! Denn der neue A6-Prozessor, der mit zwei jeweils 1 GHz starken Prozessorkernen im Herzen des iPhones schlägt, verleiht dem High-End-Handy ordentlich Dampf. Auch der 1 GB (also nun doppelt so große) Arbeitsspeicher verleiht dem fünften iPhone dicke Pluspunkte.
Beim internen Speicher bleibt Apple seinem Prinzip jedoch treu: Je nach Investitionsfreudigkeit stehen dem Käufer ein 16 GB (680 €), 32 GB (790 €) oder 64 GB (890 €) großer Speicher zur Verfügung. Das Nachrüsten per Micro-SD-Karte ist nach wie vor nicht möglich!
Zu guter Letzt sorgt die Digitalkamera des neuen iPhones für positive Kritiken. Denn die Effizienz der 8 Megapixel starken Kamera wurde deutlich optimiert und ein breites Zusatzpaket, bestehend aus Autofokus, Panoramafunktion, Weißabgleich und, und, und, sorgen nun für wirklich knackige Farben und hochauflösende Videos.

iPhone 5

Das neue Modell ist flacher und leichter als der Vorgänger „4S“

Software & Möglichkeiten des neuen iPhones

Das Betriebssystem iOS 6 stellt sicherlich einen Pluspunkt dar, weist jedoch einen ganz entscheidenden Negativpunkt auf: die Kartenlösung! Denn die beleibte App „Google Maps“ lässt sich mit dem iPhone 5 leider nicht mehr nutzen; die hauseigene Navigationslösung gleicht jedoch einer Straßenkarte aus dem letzten Jahrhundert mit zahlreichen fehlerhaften Darstellungen und verwirrender Routenführung.
Positiv fällt wiederum der interne LTE-Chip, der nun auch allen T-Mobile-Kunden das (stellenweise) Surfen per 4G-Verbindung erlaubt.
Wirklich überall nutzbar ist jedoch der dreiteilige Gesprächschip, welcher nun für einen wesentlich besseren Klang beim Telefonieren sorgt. Zu guter Letzt wurde die intelligente Sprachlösung „Siri“ überarbeitet – jetzt darf der Nutzer tatsächlich wie von Mensch zu Mensch mit dem iPhone reden!

iPhone-Handschuhe: Immer noch Pflicht

Auch das neueste Modell funktioniert nicht mir normalen Handschuhen. Wer im Winter also sein Smartphone bedienen möchte muss entweder die Handschuhe ausziehen oder auf die neuesten iPhone-Handschuhe zurückgreifen. Diese nutzen die Technik der kapazitiven Touchscreens aus und ermöglichen eine Bedienung dank eingewebter Silberfasern.

iPhone Handschuhe

iPhone Handschuhe in Braun von „AVVY“

Fazit

Ob sich der Umstieg auf das neue iPhone 5 lohnt, ist vor allem in Anbetracht der Rekordpreise von bis zu 890 € fragwürdig. So hat die Neuauflage zwar spürbare Vorteile, doch Besitzer eines iPhone 4S sollten erst den voraussichtlichen Preissturz abwarten: Im Frühjahr 2013 soll schon das iPhone 5S auf den Markt kommen. Für alle, die bisher noch kein iPhone besitzen, könnte sich der Griff zum iPhone 5 jedoch durchaus bezahlt machen, da vor allem Tempo und Grafikleistung der fünften Generation deutlich aufpoliert wurden.